Jane the Quene

von Heiko Dietz / 5 D – 4 H

Nach dem Tod Edwards VI. im Juli 1553 soll die minderjährige Lady Jane, unter Umgehung der von Heinrich VIII. festgelegten Thronfolge, als neue Königin Englands die Interessen des protestantischen Adels wahren. Gegen ihren Willen wird sie zum Spielball im Kampf um den englischen Thron. Von ihrer Familie wird sie in ein Amt gedrängt, zu dem sie sich weder berechtigt noch berufen fühlt. Doch schon nach wenigen Tagen bringen die überwältigenden Sympathiebekundungen des Volkes für Maria Tudor, Tochter Heinrich VIII. und Katharina von Aragon, die „Königin wider Willen“ um ihre Krone. Ein Aufstand gegen die bevorstehende Hochzeit Königin Marias (die als „Bloody Mary“ in die Geschichte eingegangen ist) mit Philipp von Spanien, dem Sohn und Erben Kaiser Karls V., besiegelt Janes Schicksal.

Leseprobe

Uraufführung: 2011, München / Regie: Heiko Dietz / mit Sacha Holzheimer, Nadine Münger, Christa Pillmann, Sarah Schuchardt, Nina Steils, Konrad Adams, Bernd Dechamps, Markus Fisher, Christian Streit

Pressestimmen: „Heiko Dietz (…) hat aus dem Stoff der ‚Königin der neun Tage‘ ein Theaterstück gemacht. Damit steht er in einer bedeutenden Tradition, denn Schiller dramatisierte in ‚Maria Stuart‘ einen Konflikt aus dem politischen Leben von Janes Cousine Elisabeth Tudor, die als übernächste auf den Thron gefolgt war. Dietz widmet sein selbst inszeniertes Stück ‚den Unschuldigen‘, denn Königin Jane war keine glanz- und machtvolle Herrscherin, sondern vor allem Opfer der Intrigenmaschine am englischen Hof nach dem Tod Heinrich VIII. in den ideologischen Wirren der Reformationszeit. (…) dokumentarisch entfalten sich in sorgfältig recherchierten Dialogen die Machenschaften, die für die Titelheldin (1554) dem Schafott endeten.“ Mathias Hejny, Abendzeitung

Mit ‚Jane the Quene‘ ist Dietz wahrlich ein Meisterwerk gelungen. Sprachlich und von der Dichte des Stückes hat es sofort in seinen Bann gezogen. Der Autor versteht es, das richtige Gleichgewicht zwischen dem tragischem Ernst der Geschichte sowie den Intrigen und dem Witz der einzelnen Figuren zu finden. (…)Franziska Löffelbein, Bar der Künste