Die Nacht des Bären

von Igna­cio del Moral / 3 H / Orig­inalti­tel: La Noche del Oso / aus dem Spanis­chen: Wern­er Imbach und Karin Leuthe

Drei Jugendliche um die 16, 17 Jahre hän­gen abends irgend­wo herum, schla­gen die Zeit tot. Drei Jungs, drei (Lebens-)Geschichten, drei Fam­i­lien. Der alte Ted­dy­bär, den sie im Müll find­en, ist auch nicht mehr heil, so wenig wie die Welt der Jugendlichen. Es muss sich was ändern und wenn es erst ein­mal der Entschluss ist, im Park zu über­nacht­en, statt nach­hause zurück­zukehren. Die eine Idee zieht andere nach sich und plöt­zlich wird die lang­weilige Nacht zu einem jen­er Momente, der alles fun­da­men­tal verän­dert, der allen dreien ein Leben lang im Gedächt­nis bleibt…

Das Stück the­ma­tisiert den schwieri­gen Prozess des Erwach­sen­wer­dens durch die Ereignisse ein­er gemein­sam durchge­s­tande­nen Nacht, in der drei Jugendliche, die ihre Lebenswel­ten erzählen und unverse­hens in drama­tis­che Ereignisse ger­at­en, ihre bish­eri­gen Erken­nt­nisse in Frage stellen. Igna­cio del Moral zeich­net ein real­is­tis­ches Bild von drei Her­anwach­senden, ein­er­seits aus­gerüstet mit dem Schutz­panz­er jugendlichen Humors und witzi­gen Ideen, ander­er­seits aus­ge­set­zt dem Gefühl inner­er Zer­ris­senheit und Zweifel an sich und ihrer Fre­undss­chaft.

Bär Oskar IMG_0001

 

Urauf­führung: Madrid, 2003, Teatro el Cruce. Regie: Ernesto Caballero / mit Fer­nan­do Ramal­lo, Crispu­lo Cabezas und Eloi Yebra

 

 

Foto: Zuck­er­hut The­ater­ver­lag