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„Du hast keine Chance, aber nutze sie!“

Die­ser mar­kan­ter Satz geht auf das baye­ri­sche Uni­ver­sal­ge­nie Her­bert Ach­tern­busch zurück. In sei­nem Film „Die Atlan­tik­schwim­mer“ von 1976 ste­hen Her­bert und Heinz am Mee­res­ufer und wol­len weg, aber es fehlt ein Schiff. Da sagt die Figur Her­bert obi­gen Satz, steigt ange­klei­det ins Was­ser und schwimmt los.

Die­ses Lebens­ge­fühl bestimmt uns Frau­en vom Zucker­hut Theater­verlag seit gerau­mer Zeit, wenn wir an Bra­si­li­en den­ken…

Das Land befin­det sich in einem deso­la­ten Zustand, rund­um. Das betrifft ins­be­son­de­re den Kul­tur­be­reich. Das Kul­tur­se­kre­ta­ri­at in Bra­si­lia hat die meis­ten finan­zi­el­len Res­sour­cen für jed­we­de Kul­tur gestri­chen, vor allem für Thea­ter. Die zahl­rei­chen Kür­zun­gen, die Abschaf­fung staat­li­cher Kul­tur­in­sti­tu­tio­nen stel­len schon längst eine Zen­sur dar.

Dane­ben gibt es täg­li­che Bedro­hun­gen aus der eige­nen Gesell­schaft, die Künst­ler als Men­schen zwei­ter Klas­se ver­ur­teilt. Dar­un­ter fal­len auch unse­re bra­si­lia­ni­schen Thea­ter­au­torin­nen und Thea­ter­au­toren. Aber sie geben nicht auf. Nicht wegen der Pan­de­mie, nicht wegen der rechts­ex­tre­men Poli­tik, nicht wegen ihrer oft pre­kä­ren öko­no­mi­schen Situa­ti­on.

Wir auch nicht. Unse­re Wert­schät­zung und unse­re Freund­schaft zu ihnen wird zu kei­ner Minu­te in Fra­ge gestellt. Wir blei­ben bei der Stan­ge.